Newsletter der Unternehmer gegen S21 KW25

Liebe Mitstreiter, liebe Freunde,

die Zeiten sind rauh und die Bandagen sind hart mit denen täglich um Wohl oder Wehe des Bahnprojektes "Stuttgart 21" gerungen wird.

Am Montag gab es im Anschluss an die Montagsdemonstration eine aus unserer Sicht spontane Aktion, bei der das Gelände der Grundwasser-Manipulation von sehr vielen Demonstranten betreten wurde, einige Aktivisten auf das Dach der Anlage gelangten und Banner entrollten. 

Auch ca. 15 Teilnehmer der UgS21 nahmen an der "Grenzüberschreitung" teil, zusammen mit dem Banner. Während der Aktion konnten wir, außer einigen Dummheiten wie abgelassene Luft aus den Reifen der Baumaschinen, keine schwerwiegenden Vergehen erkennen. Da, wo wir Unsinn gesehen haben, sind wir eingeschritten. Wir haben fröhliche, tanzende Menschen erlebt.

Nun müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es einige weitere Vorkommnisse gegeben hat, die wir nicht erlebt haben, die aber insgesamt zu recht gesellschaftlich intensiv diskutiert werden. Auch wenn der Mediensturm der letzten Tage schwer zu ertragen war, vielmals auch als völlig hysterisch und überzogen zu empfinden war, ist es doch für alle an der Bewegung beteiligten Gruppen wichtig, sich mit den Vorkommnissen auseinander zu setzen.

Dankenswerterweise hat sich Pfarrerin Guntun Müller-Enßlin einen sehr guten Text zum Begriff der Gewalt formuliert: Guntrun Müller-Enßlin zu Gewalt.

Es gibt schon lange unter den in Aktionsbündnis vertretenen Gruppen (zu denen auch die "Parkschützer" gehören) einen Aktionskonsens der die Basis des gemeinsamen Handelns unmissverständlich darstellt.

Dem wäre eingentlich nichts hinzuzufügen. Allerdings habe ich persönlich am vergangenen Montag gelernt, dass das Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit alleine vielleicht noch nicht genug ist. Ich werde zukünftig noch stärker als bisher auf die Einhaltung des Aktionskonsenses in meinem "Umfeld" achten, also noch entschiedener persönlich einschreiten, wenn eine Aktion aus dem Ruder läuft. Dazu möchte ich auf breiter Basis aufrufen.

Um das Ergebnis unserer Recherchen und auch unsere Verwunderung zu den noch ungeklärten Vorgängen vom Montagabend zum Ausdruck zu bringen und den Standpunkt der UgS21 zur Aktion zu verdeutlichen, haben wir gestern Nachmittag eine Pressemitteilung versendet, die man hier nachlesen kann:

Pressemitteilung der UgS21 vom 23.6.2011

Die heutige Pressekonferenz vom Aktionsbündnis und der Parkschützer hat unsere Position erfreulich deutlich belegt: Bedauern - ja eine Entschuldigung - für die unangemessenen Vorkommnisse im Bereich von Sachbeschädigung und Körperverletzung! Aber keine Spaltung von Gruppen. Aufwerfen der offensichtlichen Fragen zum Einsatz der zivilen Polizisten und Nachfrage zur Schwere der Verletzungen.

Die Unternehmer gegen S21 sind ungebrochen eine völlig eigenständige Gruppe in der Bewegung. Es gibt keine Verschmelzung mit irgend einer anderen Gruppe, aber wir unterstützen uns gegenseitig.

Nach den Wochen der Aktion auf der Straße stehen nun zwei Aspekte im Vordergrund:

  • Teilnahme an den Demostrationen, vor allem am kommenden Montag (80ste Montagsdemo!!!) und am Samstag, den 9. Juli, kurz vor dem Streßtest. 
  • Und wir werden uns an einer neuen Aktion beteiligen, die sehr "unternehmer-like" ist, eine Untersuchung zur Leistungsfähigkeit der Bahnsteige im S21. Dazu im nächsten Newsletter mehr!

Im Namen der Unternehmer gegen S21 wünsche ich uns allen ein schönes Wochenende und eine erfolgreiche kommende Woche.

Aktiv bleiben, oben bleiben
Mit herzlichen Grüßen

Ihr Stefan Krüger

Unternehmer gegen Stuttgart21
Freie Unternehmer-Initiative e.V.
tangokom - Kommunikation und Netzwerke für Unternehmen

Untere Gasse 13
71739 Oberriexingen

Tel +49 7042 17977 0
Mobil +49 172 6036126


Unternehmer gegen Stuttgart 21
http://unternehmer-gegen-s21.de

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