Umfrageaktion der IHK-Stuttgart einwandfrei? - Unternehmer gegen S21 haben selbst gefragt!

Pressemitteilung

Stuttgart, 24. August .2011

Das Bündnis „Unternehmer gegen Stuttgart 21 hat die Befragung der IHK zum Thema „Stuttgart 21" zum Anlass genommen, dieselben Fragen seinerseits den eigenen Mitgliedern und weiteren zufällig ausgesuchten Unternehmen zu stellen. Über 1.000 Unternehmen wurden befragt, 63% haben geantwortet (632 Teilnehmer).

Mittels einer seriösen und anonymen Online-Umfrage wurde der Fragebogen der IHK nun auch den Widersachern gegen das Milliardenprojekt vorgelegt, denn lediglich sieben Betriebe berichteten, dass sie den „original" Fragebogen der IHK erhalten hätten.

Dass fast 99% der hier befragten Unternehmer „gegen Stuttgart 21 sind", überrascht nicht. Dass die befragten Unternehmen kostenbewusst rechnen können, zeigen ihre weiteren Antworten: 98% gehen davon aus, das der Kostenrahmen für Stuttgart 21 nicht eingehalten wird, 93% sehen ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis, 89% befürchten technische Probleme beim Bau. Ebenso viele sehen andere wichtige Infrastrukturprojekte im Land durch S 21 gefährdet und immerhin 84% sehen hohe Risiken für Natur und Umwelt.

Über 40% befürchten durch den Bau eine Verlagerung von Wertschöpfung und Umsatz.

Bemerkenswert ist, dass 96% dieser Unternehmen das Ansehen der Politik durch eine Verhinderung von S21 nicht gemindert sehen, sondern im überwiegenden Teil sogar als Neustart der Demokratie verstehen.

Die UgS21 waren intern aber auch sehr stark daran interessiert, ob „Erosionserscheinungen" hinsichtlich der Überzeugung oder des Engagements zu beobachten seien. Dass dies sicherlich nicht der Fall ist zeigen die insgesamt sehr hohe Rücklaufquote von 63%, trotz viele Klagen über die sehr einseitige Fragestellung und vor allem auch die Rücklaufgeschwindigkeit. So waren die ersten 350 Fragebögen innerhalb von 24 Stunden beantwortet worden - zusammen mit sehr umfangreichen Textbotschaften zu den einzelnen Fragen.

Tenor: dem Großprojekt fehlt nach wie vor eine glaubwürdige Darstellung des primären Nutzens, nämlich der eindeutigen Verbesserungen für den Schienenverkehr und die Bahnfahrer.   

Bei den teilnehmenden Unternehmen handelte es sich zu 81% um kleinere Unternehmen (<5 Mitarbeiter), 19% haben mehr als 20 Mitarbeiter, zwei teilnehmende Unternehmen haben mehr als 500 Arbeitnehmer.

So urteilen engagiert Unternehmer aus der Region, die den Macht- und Geldmissbrauch der IHK gleichzeitig anklagen.   

Das Bündnis sieht sich in seiner Auffassung bestärkt, Stuttgart 21 durch eine sinnvolle Infrastrukturlösung unter Erhaltung des Kopfbahnhofs zu ersetzen.

Die Ergebnisse in Stichworten:

  • Die Umfrage war absolut anonym, es wurde zu ehrlicher (!!!) Meinungsabgabe explizit aufgerufen.
  • Die Umfrage hatte aus Sicht der UgS21 stark einseitige, eindimensionale und unwissenschaftliche Fragestellungen, die statistisch einwandfreie Auswahl der befragten Unternehmen wird angezweifelt.
  • Die UgS21 waren selbst sehr daran interessiert herauszufinden, ob es eine Erosion in der Zustimmung zu unseren Positionen unter den Mitgliedern gibt. Das ist durch das Ergebnis eindrucksvoll wiederlegt worden.
  • Die Rücklaufquote von über 63% (trotz Urlaubszeit, kein Anreizsystem, voller Anonymität und beschämender Fragen) deutet darauf hin, dass es bei den UgS21 keine Erosion im Engagement gibt.

Für weitere Informationen und auch zu persönlichen Gesprächen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner für Unternehmer gegen Stuttgart 21:
Stefan Krüger, Untere Gasse 13, 71739 Oberriexingen, Telefon +49 172 6036126,
stefan.krueger@unternehmer-gegen-s21.de www.ugs21.de


Unternehmer gegen Stuttgart 21
http://unternehmer-gegen-s21.de

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