Eisenbahn-Bundesamt: "vorläufig keine Baufreigaben" für die Neubaustrecke nach Ulm

Finanzierung nicht gesichert

Wie ein Artikel im Magazin "Stern" am 17.November meldet, rügt das Eisenbahn-Bundesamt, dass allein bei zwei Alb-Aufstiegs-Tunnels "Mehrkosten in Höhe von ca. 280 Millionen Euro zu verzeichnen sind". Es sei "nicht zu erwarten, dass derart hohe Mehrkosten (...) kompensiert werden können". Die Behörde stellt fest: "Unter diesen Voraussetzungen ist die Gesamtfinanzierung des Vorhabens zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesichert." "Vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht", urteilt das EBA. Das Eisenbahn-Bundes-Amt ist die oberste Kontroll- und Sicherheitsbehörde für das Eisenbahnwesen in Deutschland.

Der Bahnvorstand Herr Grube läßt verlautbaren, daß diese Informationen "irreführend" und "reine Formsachen" seien, und "dass jedes Mal das Haar in der Suppe gesucht wird". Das klingt mitleiderregend. Dass es sich nicht um ein Haar, sondern um eine ganze Perücke handelt und Herr Grube die angesprochene Suppe nicht auszulöffeln hat, ist sicher eine eher humorvolle Anmerkung.
Je mehr Informationen entstehen, desto mehr Skepsis entsteht, wenn die Zielerreichung derart in Frage steht und mit Risiken und "Irritationen" behaftet ist. Wenn die Tunnel gebohrt sind, fährt zwar noch kein Zug, aber das Geld ist schonmal vergraben. Das ist allerdings Ernst.